#60

Wenn Pferdemädchen erwachsen werden, haben sie häufig Lebensabschnittsgepferden.

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#59

Tanja die Kanaille, 
wirft sich Tang um
ihre Taille. 

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#58

Ihre Forderung von nun an: Für jede Brust einen halben Penis.

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#57

Im Kreis fahren 

Nur einmal angenommen, man würde keine Fahrradschlösser mehr herstellen. 

Ob sich aus den eingesparten Materialien genug Fahrräder produzieren ließen, 
für alle, denen es dann geklaut würde/ für alle, die dann eins klauen wollten? 

Und wie viele Fahrradschlösser müssten jetzt gebaut werden,
damit die Rechnung morgen aufgeht? 

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#56

Wir stiegen in die Stiefel uns betrachteten uns jetzt, da unsere Erscheinung perfekt war, im Spiegel. Wir konnten es in unseren Blicken sehen: es war unser Ernst und dieser würde es bleiben. Wir nahmen unsere Sachen und noch einen letzten Zug der alten Luft und dann gingen wir um die Angeln aus der Welt zu heben. 

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#55

Ich kann nur an dich denken, 
Auch wenn ich nicht will; 
Auch, wenn Du nicht willst. 
Gerade, weil Du nicht willst,
Ist es noch schwerer. 
Es ist unmöglich, 
Ich kann nur auch dich denken. 

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#54

Allein, 

weil das Befinden etwas gegen das Besuchen hat. 

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#53

Wenn Jesus gekitzelt wird, hält er auch die andere Achsel hin. 

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#52

Der Konjunktiv könnte mich mal. 

 

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#51

Grün, grün, grün sind alle meine Kleider;

grün, grün, grün ist alles was ich hab.
Darum lieb ich alles, was so grün ist,
weil mein Schatz ein Technical Horticultural Maintenance Officer ist.
 

Rot, rot, rot sind alle meine Kleider,

rot, rot, rot ist alles was ich hab.
Darum lieb ich alles was so rot ist,

weil mein Schatz ein Media Distribution Officer ist.

 

Blau, blau, blau sind alle meine Kleider,

blau, blau, blau ist alles was ich hab.
Darum lieb ich alles was so blau ist,

weil mein Schatz ein Knowledge Navigator ist.

 

Schwarz, schwarz, schwarz sind alle meine Kleider,

schwarz, schwarz, schwarz ist alles was ich hab.
Darum lieb ich alles was so schwarz ist,

weil mein Schatz ein Flueologist ist.

 

Weiß, weiß, weiß sind alle meine Kleider,

weiß, weiß, weiß ist alles was ich hab.
Darum lieb ich alles was so weiß ist,

weil mein Schatz ein Nourishment Production Assistant ist.

Bunt, bunt, bunt sind alle meine Kleider,
bunt, bunt, bunt ist alles was ich hab.
Darum lieb ich alles was so bunt ist,
weil mein Schatz ein Freelance Artist ist.
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#50

Gute Vorsätze für 2015: gute Sätze in 2015.

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#47

Ich suche deine Nähte, denn ich habe dich Garn.

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#46

Forderung: Armanarmanlagen statt Alarmanlagen.

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#45

Auseinanderbrechen

 

Dir ins Gesicht spucken:

Vorsichtig. Mit einem Kuss. 
Und Dich verprügeln,
Mit den Fingerspitzen. 
Und mit all der Sorgfalt, die ich habe 
Dir Leid antun. 
Damit du spürst, wie gewaltig 

Du mir fehlst.

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#44

Sommer


Die glänzende Kopfleistung: 

wahrscheinlich nur Schweiß.

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#43

Erguss spekulativer Astronomie, popkulturgefärbt


Wäre die Erde ein Würfel, wäre der Mond machmal Pacman.

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#42

Wie kommt es, fragte er, dass man mit der Zeit taub wird, oder blind, aber nicht stumm? 

Und dann sagte er nichts mehr.

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#40

Wo der Stift nun ist,
Der die Wörter frisst 
Das Schreibgerät, 
Das kein Wort verschmäht? 
Das Utensil mit Appetit; 
Das Instrument, 
Das aus der Tafel eine Tafel macht? 
Ich habe es beschrieben, 
Da hat es sich verschlungen. 

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#39

Notizbuch.

Ich öffne das Notizbuch und denke an die ersten Zeilen: Da wo es beginnt. Ich blättere vor, doch da ist nichts. Dann finde ich dich. Ich schreibe, die Geschichte beginnt vor dem Text.

Ich schreibe einen Vers für dich und streiche ihn sofort. Du bist so leicht und Sprache so schwer.

Du schmollst. Ich kann dir weder entlocken, warum, noch etwas dagegen tun. Deine Lieblingsworte willst Du nicht hören: weder vorgelesen, noch aufgesagt. Später nur einen Satz.

Ein Roman für dein Lächeln.

Ich schreibe dir ein Theaterstück. Alle Personen stehen das ganze Stück über auf der Bühne, rühren sich nicht und sprechen auch keinen Text. Fast nichts passiert. Das Publikum schaut eineinhalb Stunden aufmerksam ins Dunkel. Ich weiß, wie gerne Du die Ruhe hast.

Spät abends plagst du dich mit Kopfweh. Von Tabletten willst Du nichts wissen, von den Pillen in Textform, die ich dir verschreiben will, schon gar nicht.

Ich schreibe, als Du die Bahn betrittst und ich schaue ich unwillkürlich auf. Plötzlich lösen sich alle Worte auf. In einem letzten Blick auf die Buchstaben wachsen sie langsam zu dicken Fäden. Deine Arme, sogar deine Finger sind jetzt lange Schnüre. Ich halte den Stift mit beiden Händen, Du fesselst mich.

 

Du hast Angst, aber wir lernen uns trotzdem schnell kennen. Dass Du dich suchst, ist in Ordnung – ich suche dich auch.


Du erzählst von der Arbeit. Den Kollegen, den Kaffeepausen und den wachsenden Stapeln auf und neben deinem Tisch. Deine Worte werden zu einem Bild: Ich sehe dich zwischen Papierschluchten hetzen. Als das Bild sich bewegt, stützt du dich ab, verschnaufst.

Eine Geschichte, die wächst. Ein Text, der sich selbst vermehrt. Bald schon ist er so groß, dass er sich selbst über den Einband des Notizbuches hinweg, auf anderen Papieren, Zetteln, und auch in deinen Schluchten und Tälern weiter knüpft. Pusteblumenprosa ist das. Alles, was fehlt, ist etwas Wind.

Ich schüttele mein Notizbuch, um dir Wind zuzufächeln. Dir wird kurz kühl, aber ich schüttele zu stark. Die Worte, die herausfallen, verursachen einen Sturm.

Am Ende der dritten Woche unermüdlich unter deiner Tür hindurchgeschobener Entschuldigungsgeschichten, endlich eine Antwort. Du bist wieder da.

Dass wir wieder nebeneinander gehen, folgt einzig der Logik der Gewohnheit. Mit der Zeit haben wir uns die gleiche Meinung angewöhnt: Ich kann nicht ohne dich schreiben; Du kannst nicht ohne mein Schreiben. Wir meinen das Gleiche, aber wir meinen verkehrt.

Ein Text, der dich verkehrt herum beschreibt, ist noch ein Text von dir, ist ein Text über dich. Vor allem wird er nie etwas anderes sein können, als ein Text für dich.

Die Höhepunkte fallen aus dem Alltag, schreibe ich reichlich krumm, als ein Blumentopf neben mir zu Boden geht. Er trauert um die anderen Blumentöpfe. Da oben aber niemand ist, freust Du dich über das Blümchen, als ich nach Hause komme.

Eine Geschichte von einem, auf den ein Haus fällt. Von ihm bleibt nichts übrig, nur ein Blümchen kann sich halten. Ich hatte gehofft, das Blümchen gibt Halt, doch Du findest es zu traurig.

Ich koche für dich, aber Du willst es nicht essen, weil ich das Rezept umgeschrieben habe.


Langsam komme ich dahinter, dich aus meinen Texten herauszuhalten. Und doch bewege ich mich immer gleich. Ich schätze, die Haltung wohnt dem Schreiben inne.
Versuche im Liegen zu schreiben, bringen Alpträume, Versuche auf dem Rad Schürfwunden. Ich halte mich doch an die Bahn.

Du bist bei mir, weil ich dem Alltag den Kampf angesagt habe. So meinst Du, ihm entrinnen zu können. Du stürzt dich in meine Notizen, weil sie dir passen. Sie passen dir, weil sie für dich gemacht sind. Ich traue mich nicht, dir zu sagen, dass ich den Alltag brauche, um das Besondere zu schreiben; dass Du ihn mit mir nicht loswirst. Ich will dich nicht loswerden.

Eine Erzählung ohne Alltag. Die Sprache folgt nur noch einer Regel: keine mehr zu haben. Das Schriftbild wechselt bunt, Sätze hören einfach auf. Personen haben mehrere Namen und Substantive werden konjugiert. Am Anfang ist es schwierig zu lesen, ganz am Ende schwer zu verstehen.
Wir leben in dieser Geschichte und in unserem Haus gibt es nichts doppelt: Sechs verschiedene Gabeln, sieben Messer; Teller in braun, in weiß, mit Zierrand, in groß und in klein: ein wackliger Stapel. Auch die Dachziegel sind gemischt, dadurch wird das Dach schön bunt, aber ein wenig leck.

Du stolperst über den Eimer, den ich aufgestellt habe, weil es von oben tropft. Du fällst laut, schreist noch lauter, aber es passiert dir nichts. Der Eimer war so voll, ich bekomme dich fast nicht aus den Sachen. Alles klebt an dir.

Dass ich über unsere Pfützenliebe schreibe, in der Bahn neben Fremden, empört dich. Dass Du vergisst, Du allein kannst meine Schrift lesen, empört mich.

Zwei Wochen lang schreibe ich sauber, deutlich und größer als sonst über Scham und Peinlichkeiten, also über dein Schamgefühl und deine Pein dabei. Zwei Wochen lang versuche ich dir das aufschreibend auszureden. Ich erfinde, dass ich erfolgreich bin und diese Erfindung ist dir peinlich.

 

In einer Ausstellung, die wir besuchen, beschreibe ich dich vor Monet, vor Dali, vor Klee. Ich schreibe dich in die Bilder hinein, verwebe dein Haar mit dem Hintergrund und staune ein bisschen, als das Blau von Monet und Dalís Gelb von allein zu Klees Grün werden. Als mein Stift Dein Haar ist das bunteste aller bunten Haare flüstert, leuchten deine Wangen in Mirós Rot.

Du liebst mich, weil ich dich so sehe und neckst mich, dass ich die Bilder nicht sehe. Ich liebe dich, weil ich dich sehe und necke dich einfach so.

Ein Text darüber, dass es dann wirklich wird.

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#38

Sag, wo bist Du jetzt, kleiner Gedanke? Du warst Doch noch nicht fertig mit danken, oder? Nun sei doch nicht so undankbar.  

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#36

Wenn schon keine Stachelbeeren


Mit Himbeeren wäre ich mehr als zufrieden gewesen, 

Auch Erdbeeren hätte ich danken angenommen. 

Johannisbeeren hätte ich mit Dir geteilt und

Mit Brombeeren bestimmt mein Hemd beschmutzt. 

Was aber, soll ich mit den Lorbeeren? 

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#35

Hausarbeitsdialektik: 


Aufräumen, Fegen und Fensterputzen um dann nicht Prokrastinieren zu müssen. 

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#34

Alle fragen:"Warum ist die Banane krumm?".
Aber selber ist fast keiner gerade. 

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#33

Wer die Zähne zusammenbeißt, kann nicht knutschen. 

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#32

Gefflüster


Ich möchte

Dein Souffleur sein

Und fflüstern,

Was du sagen sollst:

Ich möchte

deine Souffleuse sein,

vor dir stehen

und fflüstern:

Sei du doch mein

Souffleur 

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#31

Wer Wörter vertauscht, 

Findet manchmal 

Die Nadel im Heuschnupfen. 

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#27

Was die Etymologen verschweigen:


Alles Gute kommt von oben.

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#25

Selbstmedikation 

Ich bin von Kopf bis Fuß 
Auf Kuchen eingestellt. 
Denn das ist meine Welt. 
Und sonst gar nichts. 
Das ist, was soll ich machen, 
So meine Natur, 
Ich kann halt kauen nur 
Und sonst gar nichts. 

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#23

Plan B


Ich stecke mir eine Batterie in die Badehose,

und schwimme nunmehr mit dem Strom.

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#21

Vergebenes Gedicht 

      Es ist vergebens - vielleicht. 
   Du bist vergeben, 
 Und doch: 
Ich bin dir ergeben, 
              vergeblich, ich weiß.

   Ich bin ruhig
              rasend eifersüchtig.
  Und neugierig noch, 
Will was auch ist, 
 Immer dich erleben.

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#13

O-Ton der kranken Saftpresse: 
Ich huste ´n Saft.  

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#11

Lächo 

Ich lächele dich an, 
Du lächelst sogar zurück. 
Ich lächele, 
Du lächelst zurück.
Ich läche, 
Du lächel. 
Ich lä,
Du läch.
Ich,
Du. 
I,U. 
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#10

Winter


Das Herz schlägt nicht. 
Es zittert.

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#6

Geschmackvolle Gedichtproduktion: 
Gurgeln mit Buchstabensuppe.

 

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#5

 


Kleiner als sonst

 

 

Warum ich

Mich zur Seite drehe? 

Mich dabei beinahe 

Von dir abwende -

In Geheimnisse verkrämt ?

Ich möchte dich beeindrucken, 

Aber ich habe - 

Im Moment -

Nur von der Seite,

 

Profil.

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#4

Regen 


Angeregt
Aufgeregt
Erregt
Indes: 
Reglos. 

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#2

Synodisches Schweigestatut:
Bei vollem Mond spricht man nicht.

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